Gegen Antisemitismus und Femizide - Göttinger Jusos zeigen starke Präsenz bei der Landeskonferenz der Jusos Niedersachsen

Am letzten Oktober Wochenende fand nicht nur der erste digitale Landesparteitag der SPD Niedersachsen, sondern auch die erste digitale Landeskonferenz der Jusos Niedersachsens statt. Auch die Göttinger Jungsozialist*innen waren dort mit sechs Delegierten vertreten und brachten einige Anträge ein, mit denen sie die inhaltliche Positionierung ihres Verbandes auf Landesebene maßgeblich mit gestalten.


Den ersten Antrag reichte die ehemalige Göttinger Unterbezirksvorsitzende Larissa Freudenberger ein: „Antisemitismus ist nicht erst seit dem Anschlag in Halle ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Es reicht nicht, nur im Zuge solcher Gräueltaten über das Vorgehen gegen Antisemitismus zu sprechen. Wir müssen endlich handeln und uns diesem großen Problem stellen.“ Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Diesem starken Zeichen gegen Antisemitismus folgte mit dem Antrag „Obdachlosigkeit bekämpfen, nicht Obdachlose!“ ein Beitrag gegen immer häufiger anzutreffende Maßnahmen, Obdachlose aus dem öffentlichen Straßenbild zu vertreiben. „Auf diesen Antrag hat uns ein ganz aktuelles Ereignis in Göttingen gebracht“, erklärt Hauke Bruns, Mitglied des Unterbezirksvorstands der Jusos. „Die Maßnahme an den Häusern bei der Bushaltestelle Weenderstraße, wo ein beliebter und relativ geschützter Aufenthaltsort einiger Göttinger Obdachloser einfach zugesperrt wurde, ist nicht Ordnung. Wir fordern, dass diese zurückgenommen wird und dass von weiteren solcher unsolidarischer Maßnahmen abgesehen wird!“, führt er fort. Auch der Antrag „Beziehungstat? Femizid!“ hat einen traurigen lokalen Bezug. „Jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch Gewalt, oftmals sind die Täter dem Opfer nahestehend.“, erläutert Nina Nellen, Mitglied des Unterbezirksvorstands der Jusos. „Erst im letzten Jahr ermordete in Göttingen ein Mann seine Ex-Partnerin und eine weitere Frau. Hier von Beziehungstaten zu sprechen ist Euphemismus. Wir müssen die Taten als das benennen was sie sind - Femizide.“, führt sie fort. Die Corona-Pandemie war natürlich auch Thema. Über einen Antrag der Juso Hochschulgruppen forderten die Jusos, dass das vergangene Semester als ein sogenanntes „Kann-Semester“ anerkannt wird - in den meisten anderen Bundesländer längst geschehen, warten niedersächsische Studierende bis heute darauf, dass der Minister für Wissenschaft endlich handelt.


Auch neben den inhaltlichen Beiträgen leisteten die Jusos ihren Beitrag zur Konferenz. Hannah Dißelbeck, Vorsitzende des Unterbezirks war Teil des Präsidiums, welches mit der ungewohnten Situation einer digitalen Konferenz umgehen musste. „Die Teilnehmenden nicht zu sehen ist schon sehr ungewohnt, aber dank des tollen Technik-Teams hat alles gut funktioniert. Vor allem in Anbetracht der steigenden Corona Fälle war es das einzig sinnvolle die Konferenz so durchzuführen und es hat super geklappt. Wir lassen uns auch von der Pandemie nicht aufhalten und versuchen gute linke Politik für junge Menschen zu machen.“, resümiert sie.

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